Vorerwartungen zur Herbst-Saison 2018

Es ist mal wieder diese Zeit, wo sich eine Saison dem Ende zuneigt und sich eine andere nähert. Damit ihr rechtzeitig gewarnt seid, vor welchen Serien ihr euch am besten fernhält (an Empfehlungen hält sich ja eh keiner), gibt es auch wie immer von mir eine Starchart. Ich habe diesmal zur leichteren Verschmuddelierung zwischen jeder Serie ein wenig Platz gelassen, dadurch sieht man den Text besser, ohne dass ich zwischen den Zeilen schmieren muss. Allerdings dürfte das Bild dadurch ein wenig kleiner angezeigt werden – aber ich brauche meinen Lesern bestimmt nicht mehr zu erklären, wie man sich ein Bild in voller Größe anzeigen lassen kann. Wer sich noch näher informieren und vielleicht den ein oder anderen Trailer angucken will, kann dazu auf Livechart.me gehen, oder sich gleich diese Compilation angucken.

 

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15 Kommentare

  1. Goblin Slayer:
    Habe mal den Manga dazu gelesen
    am Anfang drückt es ein wenig zu stark auf die gore und rape-tube, aber wird mit der Zeit diesbezüglich „etwas“ zahmer
    ansonsten werde ich mir wohl die ersten zwei Folgen ansehen (möchte nur sehen wie episch der Auftritt vom Goblin Slayer ist)

    Release the Spyce erinnert mich im übrigen auch an Princess Princibal in der Moderne, oder auch an DUNE (wegen spice und so)

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    • „am Anfang drückt es ein wenig zu stark auf die gore und rape-tube, aber wird mit der Zeit diesbezüglich „etwas“ zahmer“
      Das macht mir jetzt etwas Angst.

      „Release the Spyce erinnert mich im übrigen auch an Princess Princibal in der Moderne“
      Daran musste ich ehrlich gesagt auch denken. Was weder gut noch schlecht ist. Aber PrinPal hatte ja ein tolles Konzept und konnte einfach nicht seine Story zuende bringen, dasselbe muss ja Spyce nicht auch passieren, deswegen bin ich erstmal zugeneigt.

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    • Okay, gut dass du mich vorgewarnt hast, denn ich fand Folge 1 von Goblin Slayer absolut widerlich und bin eigentlich froh, wenn ich kein weiteres Wort zu der Serie verlieren muss. Dies nur als Update zu der Serie, damit ich ab sofort so tun kann als ob die Serie nicht existiert.

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      • jedem das seine…
        aber wie gesagt, spätere Episoden sollten etwas „zahmer“ werden (zumindest war das im Manga der Fall)
        weiß aber auch nicht ob ich die restlichen Folgen sehen werde, weil ich ja schon den Manga kenne

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  2. Von FLCL Alternative sind mittlerweile 3 Folgen übersetzt.

    Jingai-san no Yome sieht aus als würde es eine ganz spezifische Unterfetisch Gruppe ansprechen. Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen.

    Ich werde zumindest in alle von diesen Titeln einen Blick werfen:
    Akanesasu Shoujo – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.
    Bakumatsu – Studio Deen hat in letzter Zeit ein Händchen für solche Serien gezeigt.
    Gaikotsu Shotenin Honda-san – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.
    Goblin Slayer – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.
    Gurazeni: Season 2 – Ich mochte die erste Staffel sehr und freue mich über eine Fortsetzung. Mit dem Ton, der für Sportserien unüblich ist und daher wahrscheinlich wieder zahlreiche Zuschauer abschreckt.
    Himote House
    Hinomaruzumou
    Ingress the Animation – Mit bemerkenswerter CGI im Trailer.
    Ken En Ken: Aoki Kagayaki
    Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru
    Kishuku Gakkou no Juliet
    Okoshiyasu, Chitose-chan – Ich suche immer noch nach einer Kurzserie, welche die Leere von der Aggretsuko Fernsehserie füllen kann. Die letzten Kandidaten habe alle versagt, aber dieser hier sieht erst mal nicht schlecht aus.
    Otona no Bouguya-san – Ich hoffe auf vielfältigen Dienst durch tolle Kostüme für Mann und Frau, vielleicht auch Monster – gemischt mit ein wenig Humor, vermute aber, dass die Serie nicht gut wird.
    Radiant – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.
    Release the Spyce – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.
    Sono Toki, Kanojo wa. – Wahrscheinlich die Serie, auf die ich mich am meisten freue, auch wenn sie sich schnell als enttäuschend herausstellen könnte. Ich habe eine Schwäche für Romanzen in diesem Stil.
    Sora to Umi no Aida – Hatte ich nicht auf dem Schirm, schaue mir Antarktis allerdings auch nur dank Dir an, dann kommt das wohl auch auf die Liste.
    Tsurune: Kazemai Koukou Kyuudoubu
    Yagate Kimi ni Naru
    Yuu☆Yuu☆Hakusho
    Zoku Owarimonogatari – Dann zur gegebenen Zeit, wenn die blauen Scheiben verfügbar sind.
    Zuori Qing Kong – Ich hoffe, dass der Film auch hier recht zeitnah erscheint, sieht jedenfalls nach einer Menge von Potenzial aus.

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    • Ist eigentlich noch zu früh, auf diesen Kommentar zu antworten, aber ich machs trotzdem mal.

      „Akanesasu Shoujo – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.“
      Ich fand Folge 1 in Ordnung, aber so viel ist noch nicht wirklich passiert, also würde ich die Serie auch noch nicht gut nennen. Kann in beide Richtungen ausschlagen.

      „Bakumatsu – Studio Deen hat in letzter Zeit ein Händchen für solche Serien gezeigt.“
      Und mir gefällt die Serie bisher auch ziemlich gut, wenn auch aus speziellen Gründen.

      „Goblin Slayer – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.“
      Und recht hast du.

      „Gurazeni: Season 2 – Ich mochte die erste Staffel sehr und freue mich über eine Fortsetzung. Mit dem Ton, der für Sportserien unüblich ist und daher wahrscheinlich wieder zahlreiche Zuschauer abschreckt.“
      Zum Beispiel mich. Aber wer die erste Staffel nicht geschaut hat, der rührt die Zweite ja sowieso nicht an.

      „Release the Spyce – Ich vermute, dass die Serie nicht gut wird.“
      Wahrscheinlich nicht, aber vielleicht sind ja wenigstens die Mädels cute.

      „Sora to Umi no Aida – Hatte ich nicht auf dem Schirm, schaue mir Antarktis allerdings auch nur dank Dir an, dann kommt das wohl auch auf die Liste.“
      Kann nach Folge 1 sagen, die Serie kann nicht im Traum daran denken, wie Antarktis Girls zu sein und darf daher ignoriert werden. Wenn jemand aber wegen mir Antarktis Girls schaut, freut mich das.

      Ansonsten muss ich den Rest noch schauen oder die Namen sagen mir nichts – was ich auf deiner Liste nicht finde ist Irozoku Sekai no Ashita Kara, was bisher mein Favorit dieser Saison darstellt. Folge 1 war jedenfalls echt beeindruckend.

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      • Akanesasu Shoujo war gar nicht mein Fall, aber auch nicht unbedingt schlecht, das stimmt soweit. Sieht ehrlich gesagt so aus, als wäre es einfach sehr durchschnittlich, was ja nicht heißt, dass Genre Fans das nicht gucken sollten. Die besten Szenen waren die Charakterisierung im Schlafzimmer und es sieht nicht so aus, als wäre das der Inhalt der Serie.

        Goblin Slayer hingegen fand ich unerwartet kompetent umgesetzt. Strukturell stabil und schön inszeniert. Auch das Waffendesign war nicht so miserabel wie erwartet. Das Forseshadowing war nicht schlecht, auch wenn natürlich eindeutig ist, was der Goblin Slayer ist. Der Inhalt ist nicht angenehm und jeder sollte selbst wissen, wie viel man sich davon zumuten sollte – das ist ähnlich wie Joe Abercrombie lesen. Würde mich wundern, wenn weitere Folgen damit mithalten können, wahrscheinlich degeneriert es zu Harem sammeln anstatt gelungen inszenierter Aktion.

        Sora to Umi no Aida war definitiv die schlechteste erste Folge der Saison die ich bis jetzt gesehen habe. Tragisch, weil der erste Teil der Folge gar nicht mal so schlecht ist. Die Szene mit den Katzen und die mit dem Herrn im Zug waren sogar richtig gut.

        Irozuku Sekai no Ashita kara hat locker das Potenzial die Serie der Saison zu werden, wenn die Qualität der Regie, dem Geschmack von Wunder und die versprochene Liebesgeschichte samt ihrem Drama mithalten kann. Diese erste Folge war großartig.

        Kaze ga Tsuyoku Fuiteirus erste Folge kann vielleicht nicht mit der von Irozuku Sekai no Ashita kara mithalten, war jedoch sehr atmosphärisch und gekonnt geführt. Die Einführung der Hauptbesetzung war elegant, chaotisch und ein Genuss. Hoffentlich ist die Besetzung so vielfältig wie die Serie uns den Anschein geben möchte. Damit habe ich zwei neue Serien, auf die ich mich jetzt schon wöchentlich freuen kann und beide sind ein Augenschmaus.

        Kishuku Gakkou no Juliet war leider nur blöd, auch wenn nicht unbedingt schlecht gezeichnet und animiert.

        Bei den meisten anderen Serien bin ich mir noch nicht sicher was ich von ihnen halten soll. Die erste Folge von Zombieland Saga ist sehenswert, hat mich zum Lachen gebracht, aber ist letztlich auch nichts für mich. Bei Yagate Kimi ni Naru ist mir dank der Kameraführung schwindlig geworden, interessant fand ich sie dennoch, die Handlung scheint der typische Kram zu sein, was okay ist. Die CGI in Ken En Ken: Aoki Kagayaki war gut, der Rest eher ziemlich mäßig und vorhersehbar, das Schwesternpaar mochte ich jedenfalls – den Ausblick auf den Rest der Besetzung allerdings nicht. Radiant ist anscheinend Standard-Genre-Kram, auch wenn mir gesagt worden ist, dass Folge zwei oder drei das nicht wären – was ich arg bezweifele. Hinomaruzumou war weder gut noch schlecht, aber auch nicht durchschnittlich, eher am Scheideweg zwischen einem von beidem.

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      • „Akanesasu Shoujo war gar nicht mein Fall, aber auch nicht unbedingt schlecht, das stimmt soweit. Sieht ehrlich gesagt so aus, als wäre es einfach sehr durchschnittlich, was ja nicht heißt, dass Genre Fans das nicht gucken sollten. Die besten Szenen waren die Charakterisierung im Schlafzimmer und es sieht nicht so aus, als wäre das der Inhalt der Serie.“
        Ja und die zweite Folge war nicht viel besser. Ehrlich gesagt hatte ich nach Folge 1 nicht das Gefühl, zu wissen, worum es in der Serie geht und nach Folge 2 bin ich leider nicht besonders viel schlauer. Leider war die Folge auch nicht wirklich unterhaltsam, weshalb ich langsam glaube, dass es so weitergehen wird.

        „das ist ähnlich wie Joe Abercrombie lesen“
        Keine Ahnung, wie du den Autor meiner Lieblings-Buchreihe damit in Verbindung bringen kannst, ich erinnere mich da an keine abstoßenden Inhalte. Okay gut, die Inquisition gibt es da. Aber ist jetzt nicht so, als hätte das eine tragende Rolle gespielt. Wer die Serie für dark Fantasy angucken will meinetwegen, dagegen sag ich nichts und die zweite Hälfte der Folge war in Ordnung, wirklich gut war es aber auch nicht. Plotholes hatte die Folge jedenfalls genug, also „strukturell stabil“ würde ich das nicht nennen. Ich habe aber auch keine Lust, im Detail darüber zu reden, man wird es mir verdenken können, dass ich sowas einfach widerlich finde.

        „Sora to Umi no Aida war definitiv die schlechteste erste Folge der Saison die ich bis jetzt gesehen habe. Tragisch, weil der erste Teil der Folge gar nicht mal so schlecht ist. Die Szene mit den Katzen und die mit dem Herrn im Zug waren sogar richtig gut.“
        Ich bin mir zwar fast sicher, da existiert noch schlimmeres, aber gut war es allemal nicht. Trotzdem ja, es gab den ein oder anderen lustigen Moment zu Beginn der Serie. Nur der Space-Kram dann…

        „Irozuku Sekai no Ashita kara hat locker das Potenzial die Serie der Saison zu werden, wenn die Qualität der Regie, dem Geschmack von Wunder und die versprochene Liebesgeschichte samt ihrem Drama mithalten kann. Diese erste Folge war großartig.“
        Ich finde, das hängt vor allem davon ab, wie sich die Protagonistin entwickelt und wie schnell. Das ist momentan die größte Gefahr, die ich sehe, welche der Serie ein ähnliches Schicksal wie Violet Evergarden zuführen könnte.

        „Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru“
        …muss ich selbst noch schauen. Du machst mir auf alle Fälle schonmal Lust auf die Serie.

        „Kishuku Gakkou no Juliet war leider nur blöd, auch wenn nicht unbedingt schlecht gezeichnet und animiert.“
        Ohja das war sie wirklich.

        „Die erste Folge von Zombieland Saga ist sehenswert, hat mich zum Lachen gebracht, aber ist letztlich auch nichts für mich.“
        Ich hörte, die Folg soll unsagbar schlecht gewesen sein. Sieht aber auch nicht nach etwas aus, das mir gefallen würde.

        „Bei Yagate Kimi ni Naru ist mir dank der Kameraführung schwindlig geworden, interessant fand ich sie dennoch, die Handlung scheint der typische Kram zu sein, was okay ist.“
        Ich wurde ja gewarnt, die Serie wird ähnlich verrückt wie Citrus werden. Da bin ich mal gespannt.

        „Radiant ist anscheinend Standard-Genre-Kram, auch wenn mir gesagt worden ist, dass Folge zwei oder drei das nicht wären – was ich arg bezweifele. “
        Danach sah es auch aus. Ich erwarte ebenfalls, dass das leere Worte sind, vor allem da schon die erste Folge beliebter war, als sie hätte sein sollen.

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      • Goblin Slayer.
        Mir ergeht es da andersherum, im Vergleich zu einigen Sachen die Abercombie geschrieben hat, ist Goblin Slayer kaum grenzwertig – Vergewaltigungen sind aktiver Bestandteil seiner Geschichten und die einzige Gräueltat, die nicht ausdrücklich graphisch dargestellt wird – wenn ich mich recht erinnere. Gut, die Shattered Sea Triologie ist eher grau als dunkel, dass hier der Vergleich von Menge von Dunkelheit, die man sich antun möchte, hinkt, stimmt wohl. Die Qualität war nicht gemeint, Abercrombie ist bei Weilen genial. Before They Are Hanged und The Heroes gehören zu den besten Fantasy Büchern, die ich gelesen habe.
        Deine Probleme mit der Handlung kann ich nicht nachvollziehen, Kleinigkeiten gibt es immer, aber hier wurden die beiden set pieces ordentlich vorbereitet und atmosphärisch umgesetzt. Sogar das Zögern der Angestellten in der Gilde war einleuchtend. Das Verhalten in der Gruppe und die schlechte Vorbereitung, welches die Priesterin dank ihres Charakters nicht vom Mitgehen abhält, war plausibel. Alle relevanten Hinweise um den Hinterhalt vorherzusehen waren gegeben, ohne dabei so eindeutig zu sein, dass die Gruppe sie als solche hätte identifizieren müssen. Selbst die Exposition im Dialog und in Monologen ist auf eine erträgliche Menge begrenzt und wie der „Zimmermädchen und Butler“ Dialog in einem Rahmen in dem solche offensichtlichen Dinge ausgesprochen werden – der Bürokratie sei Dank.
        Die Charaktere sind trotzdem nicht fesselnde, langweilige ein-dimensionale Pappfiguren. Aber so ist das, wenn man mit der Erwartung herangeht sich Mist anzuschauen, dann übersteigt eine Folge, die einigermaßen solide umgesetzt ist, eben die Erwartungen.

        Ich habe mir mittlerweile auch die zweite Folge angeschaut und die war ähnlich stimmig, atmosphärische Umsetzung bekommt die Geschichte jedenfalls gut hin. Der Aufbau von jedem set piece ist mindestens solide.
        Die Charaktere sind nur leider alle samt uninteressant. Das ändert auch nicht Harem Mitglied Nummer zwei, die Kindheitsfreundin die ihr Leben lang mit Rückenschmerzen geplagt ist und ich bezweifele auch, dass die ehemalig gerettete Elfenprinzessin die im Vorspann angekündigt wurde und ihr stets betrunkener Kumpane etwas daran ändern werden.
        Zu behaupten, dass die Serie prinzipiell schlecht wäre ignoriert die Anteile die solide oder gut umgesetzt sind. Genauso ist die Serie auch nicht so toll wie einige das gerne behaupten. Ich würde die Serie jedenfalls zu den besseren Serien der Saison zählen.

        Sono Toki, Kanojo wa.
        Ist übrigens großartig, wenn man Picture Drama mag. Soviel Stimme und Ausdruck, in wenigen Worten, ist eine Seltenheit in diesem Medium.

        Mist.
        „Ich bin mir zwar fast sicher, da existiert noch schlimmeres,“ wir haben beide die erste Folge von Ore ga Suki nano wa Imouto dakedo Imouto ja Nai gesehen.

        Zombieland.
        „Ich hörte, die Folg soll unsagbar schlecht gewesen sein.“ Entweder von einer Person die Idol-Serien hasst oder ein riesiger Idol-Serien Anhänger ist?

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      • Goblin Slayer:
        „Selbst die Exposition im Dialog und in Monologen ist auf eine erträgliche Menge begrenzt“
        Das macht (neben ein paar anderen Dingen) für mich den Anime momentan zum bevorzugten Medium für die Geschichte. Natürlich hat auch der Anime seine Fehler und Patzer (unter anderem lief die Episode mit Cow Girl viel zu schnell ab, was den Eindruck erweckt, Cow Girl wäre weniger wichtig als sie eigentlich ist), aber er regt mich etwas weniger auf als Manga und Light Novel.

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      • Besser spät als nie kommt die Kommentar-Antwort. Wir leben in turbulenten Zeiten.

        @Herr Hauch
        „Die Qualität war nicht gemeint, Abercrombie ist bei Weilen genial. Before They Are Hanged und The Heroes gehören zu den besten Fantasy Büchern, die ich gelesen habe.“
        Das sind sie, und soweit ich mich erinnere gab es keine Vergewaltigungen in diesen Büchern. Oder haben sie bei der deutschen Übersetzung einfach ganz viel zensiert? Hab die Reihe jedenfalls selbst als Kind weder sonderlich düster noch verstörend empfunden.

        „Kleinigkeiten gibt es immer, aber hier wurden die beiden set pieces ordentlich vorbereitet und atmosphärisch umgesetzt. Sogar das Zögern der Angestellten in der Gilde war einleuchtend. Das Verhalten in der Gruppe und die schlechte Vorbereitung, welches die Priesterin dank ihres Charakters nicht vom Mitgehen abhält, war plausibel.“
        Ich wollte eigentlich nicht mehr darüber reden, aber gut. Für mich ergab das Ganze von Vorne bis hinten keinen Sinn. Zum Einen haben sie da erwähnt, dass die Gruppe „Porzellan-Rang“ war. Jetzt weiß ich nicht, was das heißt, aber es erweckte den Eindruck, als wären das schon fortgeschrittenere Abenteurer gewesen, die einen Voll-Noob wie das Heiler-Mädchen eigentlich nicht mitnehmen würden. Die müssten es dann eigentlich längst besser wissen und sich nicht wie die letzten Vollidioten verhalten, die bei der erstbesten Gefahr versagen.
        Und wenn nicht und wenn der Porzellan-Rang sie als blutige Anfänger ausweist, dann hätte die Gildendame sie gar nicht auf die Mission schicken dürfen. Das alleine ist schon völliger Blödsinn. Die vergeben eine Mission, ohne die – offensichtlich komplett auf dem Holzweg stehenden – Abenteurer über die Gefahren aufzuklären. Nichts an dieser Situation hat auch nur ansatzweise funktioniert oder Sinn ergeben.

        Und überhaupt, mal angenommen, dass es würde eine Welt geben, in der Rape-Goblins ein so alltägliches Phänomen sind wie dort dargestellt. Dann hätte eine funktionierende Gesellschaft, wie es sie mit der Gilde ja offensichtlich gibt, längst Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die überfallen da regelmäßig Dörfer und entführen die Frauen, und die Leute tun nichts? Stellen keine Wachposten auf? Bauen keine Mauern oder sowas? Als ob die nicht ihr ganzes Hab und Gut dafür geben würden, ihre Familien vor sowas zu beschützen. Aber stattdessen schickt die Gilde lieber unerfahrene Tölpel ins sichere Verderben, um den Goblins noch mehr in die Hände zu spielen. Wirklich überzeugend konstruiert, diese Welt.

        Über die letzte Szene, wo das überlebende Mädel sich ein Kettenhemd kauft, ließ mich dann nur noch unbeeindruckt lächeln. Ein Keuschheitsgürtel wäre die weitaus sinnvollere Option gewesen. Die Lösung könnte so einfach sein. Trotzdem will ich damit nicht sagen, die Serie wäre der letzte Schund, da gibt es weit Schlimmeres, aber überzeugendes Worldbuilding kann ich der Serie wirklich nicht attestieren.

        „wir haben beide die erste Folge von Ore ga Suki nano wa Imouto dakedo Imouto ja Nai gesehen.“
        Lustigerweise wird die Serie scheinbar mit jeder Folge noch schlimmer. Nicht lustig genug, um es sich anzusehen, aber alleine die Thumbnails der Folgen anzusehen ist ungemein erheiternd.

        „Entweder von einer Person die Idol-Serien hasst oder ein riesiger Idol-Serien Anhänger ist?“
        Interessant, dass du das fragst, es war nämlich sowohl eine Person aus der ersten wie eine Person aus der zweiten Gruppe dabei.

        Vielleicht gebe ich nebenbei noch ein Update zur Saison generell. Wie man an meinen Twitter-Posts unschwer sehen kann, sind meine Highlights jede Woche Irozoku Sekai und Yagate Kimi ni naru. Von den übrigen Serien gucke ich momentan vergleichsweise wenig, was aber weniger daran liegt, dass die Serien schlecht wären, sondern eher daran, dass ich aktuell häufiger auf Youtube Sachen finde, die ich mir anschauen möchte. An sich möchte ich auch darüber mal einen Artikel machen, was es da zu sehen gibt, eigentlich sollte ein solcher Artikel auch schon längst kommen, aber irgendwie sind die Tage momentan schneller vorbei, als ich gucken kann und dann läuft auch immer wieder irgendwas anderes nicht so, wie es soll. Schlimm ist das, wenn man älter wird.

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  3. Der graphische Aspekt von Vergewaltigungen wird sehr bewusst bei Abercrombie ausgelassen. Der wohl größte Handlungsanteil ist die Nebenhandlung des Königs, welcher einen Nachfolger benötigt und dessen Frau keineswegs an ihm oder auch nur Männern überhaupt interessiert wäre. Abercrombie macht das aber sehr geschickt, er webt diese Teile immer in Narrativen ein, anstand einfach gewalttätige Fetischpornographie zu schreiben. Es sind bei ihm vielmehr die philosophischen Fragen: „Ist es möglich ein guter Mensch zu sein“, „was ist ein guter Mensch“, „kann sich ein Mensch zum besseren wandeln?“ Oder um bei dem Beispiel zu belieben: „was bist du bereit für deine Liebe in Kauf zunehmen?“ Welche die Charakterisierung und die Nähe zu der Dunkelheit nachempfindbar machen. Häufig werden eindeutig Vergewaltigungen impliziert, aber nicht thematisiert z. B. regelmäßig, wenn es um das Plündern oder die Beute für Heere geht.

    Zu der deutschen Übersetzung kann ich nicht viel sagen, ich glaube, dass man solche Aspekte schnell überlesen oder ignorieren kann, weil es gerade eigentlich um etwas anderes geht. Ich habe die meisten Bücher in englischer Sprache gelesen und dem Rest in Form von englischen Hörbüchern gelauscht.

    Apropos, https://www.joeabercrombie.com/2018/12/04/a-little-hatred-cover-copy/ klingt schon wieder richtig gut.

    „Und wenn nicht und wenn der Porzellan-Rang sie als blutige Anfänger ausweist, dann hätte die Gildendame sie gar nicht auf die Mission schicken dürfen.“
    Sie hat kein Recht dazu, auch wenn sie gerne ablehnen würde und ihre Reaktionen zeigen eindeutig was sie davon hält.

    Die Dörfer können sich den ganzen angesprochenen Schutz nicht im geringsten leisten, die Bezahlung ist mies, eben etwas was nur Neulinge auf sich nehmen. Daher wird das auch sozial stigmatisiert, Goblin Jäger gehören zur Abenteurerunterschicht. Die Gilde hat hier keine hohen oder noblen Motive, sie verdient Geld. Das ist übrigens der Hauptgrund warum die Rezeptionistin sich über Goblin Slayer freut, weil er sich darum kümmert und sie eben diese moralischen Ansprüche für angebracht hält. Eine richtige Gruppe kommt auch erst dann Zustande, wenn es sich praktisch schon um eine Armee von Goblins handelt, die eben mehr anrichten kann, als nur irgendwelche armen Dörfer auszuplündern.

    Kritik an der Welt halte ich trotzdem auch für angebracht, ich sehe die Fehler nur an anderen Stellen. Wahrscheinlich auch, weil ich mir das Ganze als eine Rollenspiel-Kampagne vorstelle, in welcher der Autor ohne Freunde am Tisch sitzt und dessen niedergeschriebenes Konzept vom Editor einfach durchgewunken anstatt für Revisionen vorbereitet wird.

    Eigentlich ist die gesamte Serie, narrativ, eine Adaption einer Rollenspiel-Kampagne.

    Das wird dann später noch offensichtlicher, wenn Goblin Slayer Probleme löst, die er eigentlich nicht lösen können sollte, anstatt, dass eines der Gruppenmitglieder, welche durchaus die Hintergrundgeschichte für den eigentlich gewitzten Lösungsansatz haben könnten, auf die Idee kommen würde. Noch schlimmer sind die Charaktere, man sieht, dass sich der Autor bemüht sie distinktiver zu gestalten, in dem er ihnen etwa Vorlieben von Nahrungsmitteln gibt, leider hat er kein Gespür für Charakterstimmen und setzt die Stereotypen miserabel um. Mit dem Fortschreiten der Geschichte sieht man, wie der Autor daran scheitert, Goblin Slayer als einen von vielen Abenteurern in einer lebendigen Welt zu etablieren.
    Wer am Spieltisch möchte schon die Priesterin oder die Waldläuferin spielen, wenn alles am Ende auf den Goblin Slayer zurückläuft?

    Im Endeffekt ist Goblin Slayer auch nicht gut, hat aber einige durchdachte und gut inszenierte Stellen. Ich frage mich, warum da kein Editor vom Verlag eine Fehlerbehebung angesetzt hat. So schaut man dann die Adaption eines Skriptes anstelle einer ordentlichen Geschichte, was schade ist.

    Zur Saison Sono Toki, Kanojo wa. finde ich fast so gut wie Yagate Kimi ni Naru, aber wahrscheinlich würde es dir nicht so ergehen, lohnt trotzdem.

    An dritter Stelle stehen Irozuku Sekai no Ashita kara, Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru und Tensei shitara Slime Datta Ken, empfinde sie als ähnlich gut, wobei die Welt in Farben das größte Potential hat sowohl zu floppen als auch nach deutlich besser zu werden.

    Dann gibt es noch ein Mittelfeld aus Goblin Slayer, Hinomaruzumou, Kitsune no Koe, Ken En Ken: Aoki Kagayaki und Tsurune: Kazemai Koukou Kyuudoubu.

    Die Hasenmädchen Serie, Jojo, den Buchhändler, Puppenzirkus, niedliche Spioninnen und Zombieland, schaue ich nicht, bestimmt taugen die auch alle zumindest etwas.

    Banana Fish, Gurazeni und Golden Kamuy laufen auch noch, Wo Shi Jiang Xiaobai ist leider noch nicht übersetzt, bemerkenswert wie viel diese Saison doch zu bieten hat.

    Futsuu tte Nandarou? ist vom kulturellen Aspekt her auch noch bemerkenswert und zeigt, dass selbst in Japan psychische Probleme quälend langsam angegangen werden.

    Die Angelegenheit mit der Zeit ist immer interessant, letztlich ist es einfacher sich in der Freizeit mit anderen Kopfräumen auseinander zusetzen. Mal hat man weniger, mal mehr Energie übrig. Hängt auch von der Stabilität der eigenen Situation ab.

    Habe mal den HTML-code entfernt, weil das Blog den Beitrag nicht freischaltet

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    • „Apropos, https://www.joeabercrombie.com/2018/12/04/a-little-hatred-cover-copy/ klingt schon wieder richtig gut.“
      Und ich habe hier immer noch „Blutklingen“ (der Teil nach „the heroes“) unangefangen rumliegen. Ich sehe aber die Tatsache, dass du die englischen Bücher gelesen hast, mehr oder weniger als Bestätigung meiner Vermutung an, die Deutschen lieben die Zensur. Und ich bin manchmal eigentlich auch ganz froh drum.

      „Sie hat kein Recht dazu, auch wenn sie gerne ablehnen würde und ihre Reaktionen zeigen eindeutig was sie davon hält.“
      Natürlich hat sie das. In JEDER Gesellschaftsform, sei es in der Realität oder in Virtuellen Welten, kann sich ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer aussuchen. Wer nicht qualifiziert ist für den Job, hat da gar nichts erst zu suchen. In Videospielen wird sowas mittels einer Level- oder Rängebeschränkung ausgedrückt, die es ja offensichtlich zu geben scheint. Was soll es sonst für einen Sinn haben, die Gruppe als Porzellan zu klassifizieren? Nur als Schmuck? Dann wäre es sogar noch dämlicher, als ich gedacht habe.
      Davon abgesehen, dass jeder nicht komplett verdorbene Mensch freiwillig seine Mitmenschen in einen so grausamen Tod schickt.

      „Die Dörfer können sich den ganzen angesprochenen Schutz nicht im geringsten leisten, die Bezahlung ist mies, eben etwas was nur Neulinge auf sich nehmen. Daher wird das auch sozial stigmatisiert, Goblin Jäger gehören zur Abenteurerunterschicht. “
      Du widersprichst dich vollkommen. Die Dörfer können sich keinen Schutz leisten, würde heißen, die Bezahlung ist zu hoch. Sie ist aber mies, eben gerade, weil sie niedrig genug gehen müssen, damit die KLienten das auch bezahlen können. Zur Not würden die einfach in Milch und Brot bezahlen, wogegen die meisten Söldner auch nicht nein sagen würden. Alles andere wäre nur noch dysfunktionaler. Es wird als ein weit verbreitetes Problem beschrieben, gefundenes Fressen für jegliche auf Kommerz ausgerichtete Verbindung, da allein durch die Menge selbst bei geringer Bezahlung einiges zusammenkommt. Das wären meine Vorstellungen von der Welt, aber ich muss auch zugeben, dass ein Teil von mir die Rapegoblins auch einfach nicht wahrhaben möchte.

      „Im Endeffekt ist Goblin Slayer auch nicht gut, hat aber einige durchdachte und gut inszenierte Stellen. Ich frage mich, warum da kein Editor vom Verlag eine Fehlerbehebung angesetzt hat. So schaut man dann die Adaption eines Skriptes anstelle einer ordentlichen Geschichte, was schade ist.“
      Und was, wenn der Editor durchaus eine solche Fehlerbehebung angefordert hat, aber da einfach nichts Besseres dabei rausgekommen ist?

      „Zur Saison Sono Toki, Kanojo wa. finde ich fast so gut wie Yagate Kimi ni Naru, aber wahrscheinlich würde es dir nicht so ergehen, lohnt trotzdem.“
      Da das eine Kurzserie ist, werde ich da auch mal reinschauen. Gegebenfalls darfst du dir dann meine Beschwerden anhören.

      „An dritter Stelle stehen Irozuku Sekai no Ashita kara, Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru und Tensei shitara Slime Datta Ken, empfinde sie als ähnlich gut, wobei die Welt in Farben das größte Potential hat sowohl zu floppen als auch nach deutlich besser zu werden.“
      Mittlerweile bin ich auch immer mehr der Meinung, dass Irozoku Sekai hinter Yagate Kimi ni naru zurücksteht, aber nicht besonders weit. Das zweite gucke ich mir vielleicht mal an, wenn die nächste Saison völlig floppt und ich ein paar Serien brauche, momentan komme ich allerdings mit zwei Serien fast schon wunderbar aus. Bei der Schleim-Serie stört mich aber, dass ich immer wieder höre, wie die Serie überhaupt nicht aus dem Knick kommt und wohl die meisten Charaktere aus dem Opening selbst nach zehn Folgen noch gar nicht mal vorkommen. Das grenzt fast schon an Etikettenschwindel.

      „Dann gibt es noch ein Mittelfeld aus Goblin Slayer, Hinomaruzumou, Kitsune no Koe, Ken En Ken: Aoki Kagayaki und Tsurune: Kazemai Koukou Kyuudoubu.“
      Davon hat Sumo noch eine Chance, dass ich es weiterschaue. Kitsune noe Koe hatte mich erst mit einer unerwartet aufregenden Handlung überrascht, sah mir aber nach einer Zeit einfach zu unspektakulär aus. Tsurune ist fast das Gegenteil. Äußerst ansehnlich, aber leider doch etwas belanglos.

      „Die Hasenmädchen Serie, Jojo, den Buchhändler, Puppenzirkus, niedliche Spioninnen und Zombieland, schaue ich nicht, bestimmt taugen die auch alle zumindest etwas.“
      Und dabei wird dir, je nachdem wen du fragst, irgendjemand nennen dass genau das die wichtigsten Serien der Saison sind. Die Spioninnen schaue ich selbst noch, jedoch sehr unregelmäßig. Hasenmädchen möchte ich aber noch unbedingt an späterer stelle nachholen, der Beschreibung nach reiht sie sich eigentlich genau in eine Art von Serien ein, die ich stets sehr gemocht habe.

      „bemerkenswert wie viel diese Saison doch zu bieten hat“
      Ich will mir über diese Saison auch ehrlich gesagt keine wertende Aussage erlauben. Dafür habe ich einfach viel zu viel aus Gründen, die nichts mit der Qualität der Serien zu tun hat, nicht geschaut, und wer die Saison nicht guckt, braucht auch nicht darüber zu klagen. Woran sich auch echt mehr Leute halten könnten.

      „Futsuu tte Nandarou? ist vom kulturellen Aspekt her auch noch bemerkenswert und zeigt, dass selbst in Japan psychische Probleme quälend langsam angegangen werden.“
      Ich muss sagen, dass psychische Probleme in der japanischen Gesellschaft ein Thema sind, das auch mich sehr interessiert. Allerdings habe ich keine Möglichkeit zu sagen, ob mein Eindruck davon realitätsadäquat ist. Soweit ich weiß, ist die klinische Psychologie-Forschung in Japan noch nicht so verbreitet wie im Westen, sodass es dort auch kaum Psychotherapeuten gibt. Wie ich das verstehe, gilt jemand mit psychischen Problemen dort – obacht, das ist sicher überspitzt – als „Abschaum“ und wird von der Gesellschaft gemieden, weil eben das professionelle Wissen über diese Phänomene fehlt. Das äußert sich dann damit, dass zum Beispiel einem Mobbing-Opfer eher nicht die helfende Hand ausgestreckt, sondern eher mit „der da ist krank, bleib bloß weg von dem“ reagiert wird. Leute trauen sich aus Angst vor den Reaktionen nicht, ihre Probleme auszusprechen und suchen keine Hilfe, was in erhöhter Selbstmordrate resultiert.
      Wie viel und wie stark das jetzt der Wahrheit entspricht, kann ich wie gesagt nicht sagen, meine einzige Quelle ist ein Beitrag des Answerman von ANN, der schon eine Weile her ist. Aber man wundert sich auch, wie oft Mobbing in japanischen Medien thematisiert wird und welch krasse Ausprägungen das annehmen kann, es ergibt zumindest alles zusammen ein sehr überzeugendes, rundes Bild.

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      • Red Country „Blutklingen“, kommt aus meiner Sicht leider nicht an The Heroes heran, abgesehen von meinen Handlungsrahmen und Genre Vorlieben spielt dabei der letzte Teil des zweiten Aktes die entscheidende Rolle, weil sich die Handlung dabei langzieht. Es ist trotzdem sehr gut.

        Die Dörfer können es sich nicht leisten eine Bezahlung anzubieten, die Abenteuer anlockt, welche für gewöhnlich einen höheren Rang innehalten. Neulinge nehmen diese Aufgaben an. Alle Abenteurer setzen sich der Gefahr aus, sie ist Teil des Berufes und wird am Rande auch thematisiert (z.B. durch des Vaters der Kindheitsfreundin Goblin Slayers). Der Rahmen sagt explizit, dass die überwiegende Menge von Neulingen bei ihrem ersten Auftrag stirbt, meistens weil sich die Neulinge überschätzen oder unvorsichtig sind.

        Die Rangabzeichen dienen, unter anderem, der Identifizierung von verstorbenen Abenteurern. Welchen Wert sie außerhalb von Prestige haben weiß ich nicht gewiss, viele Dinge könnten daraus resultieren – kein Loch was man unbedingt stopfen müsste.

        Die Rezeptionisten ist eben das, eine Frau die als Empfang und der Vermittlung dient, wobei sie auch andere Aufgaben übernimmt, wie sich später herausstellt.

        „die Deutschen lieben die Zensur. Und ich bin manchmal eigentlich auch ganz froh drum.“

        Bei Ken En Ken: Aoki Kagayaki Folge 10 habe ich mich während der Folterszenen sehr unwohl gefühlt. Ich bin da geteilter Ansicht, so zu fühlen ist ein Wert, nur einer, den ich wohldosiert haben möchte.

        „Natürlich hat sie das. In JEDER Gesellschaftsform, sei es in der Realität oder in Virtuellen Welten, kann sich ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer aussuchen.“

        Was kein Argument gegen die Handhabung von Aufträgen in der Welt der Serie ist.

        „Davon abgesehen, dass jeder nicht komplett verdorbene Mensch freiwillig seine Mitmenschen in einen so grausamen Tod schickt.“

        Ich lese da einen respektablen Idealismus von normativen Werten. Als Anregung http://www.bpb.de/internationales/weltweit/innerstaatliche-konflikte/54819/glossar?p=67 und für die bittere Aktualität https://www.youtube.com/watch?v=K03ZoDqdVEg

        Sicherheit ist ein Gut, welches zu den begehrtesten Gütern gehört, im Namen der Sicherheit schicken die meisten Menschen Soldaten in ihr Verderben. Freiwillig, manche bewusst, andere unbewusst, aber ein Gefühl der Notwendigkeit (welches nicht mit Zwang verwechselt werden sollte) begleitet die meisten.

        Nun haben wir in Goblin Slayer eine Gattung die sich nicht ohne andere Gattungen fortpflanzen kann. Eine Gattung von abscheulichen Wesen. Die Etablierung von furchterregenden widerwärtigen Monstern die durch ihren Reproduktionstrieb in Konflikt mit den Gattungen, welcher für ihr fortbestehen unabdingbar ist, geraten, ist graphisch sehr effektiv umgesetzt. Goblins können nicht fortbestehen, ohne sich mit anderen Gattungen zu paaren. Die Gefahr und das Resultat der Gefahr wird so etabliert, dass ein Gefühl der echten Bedrohung nachvollziehbar ist. Das ist eine sehr legitime Methode, die neben den Anspielungen auf abscheuliche Gewalt ihre Daseinsberechtigung hat. Hier wird von vielen die Sexualisierung der Szene missverstanden und als geschmacklos dargestellt, obwohl sie ein Kernelement der Handlung und des zentralen Konflikts ist.

        Warum kümmert sich nicht die ganze Welt um die Eliminierung der anderen Gattung von Lebewesen? Weil sie nicht die einzige ist, es gibt noch viel größere Bedrohungen für die Humanoiden Gattungen, welche im Bündnis mit den Humanoiden, unserer Perspektive, stehen. Diese Bedrohung geht unter anderem von dem dunklen Wesen aus, welches im Hintergrund von anderen Abenteurern bezwungen wird. Die Welt dreht sich in der Hinsicht nicht um den auserwählten Helden, Goblin Slayer ist theoretisch nur ein Abenteurer wie Du und ich, Nebencharakter, obgleich Held der eigenen Geschichte. Leider ist er eben auch Held von zu-vielen anderen Charakteren, die ihre eigenen Helden sein sollten.

        Mit Goblin Slayer haben wir einen proaktiven Protagonisten mit sehr hohem Einsatz, in dieser Geschichte. Man könnte wahrscheinlich einen weiblichen Charakter mit noch höherem persönlichem Einsatz verwenden, wenn allerdings eine Person, wie die Kindheitsfreundin, die dem Protagonisten am Herz liegt, bedroht wird, dann haben wir noch den Aspekt der Aufopferung für jemand anderes.

        „ich muss auch zugeben, dass ein Teil von mir die Rapegoblins auch einfach nicht wahrhaben möchte.“ Verständlich, Goblins sind nämlich verdammt gruselige Wesen keine Abfall-Monster, die ein Tastendruck ohne einen weiteren Gedanken beiseite wirft, während das große Böse alle Aufmerksamkeit beansprucht.

        „In Videospielen wird sowas mittels einer Level- oder Rängebeschränkung ausgedrückt, die es ja offensichtlich zu geben scheint. Was soll es sonst für einen Sinn haben, die Gruppe als Porzellan zu klassifizieren?“

        Welche Welt ist plausibler, eine Welt, die ihre Gefahren an das Niveau der Protagonisten anpasst oder eine Welt in der Protagonisten in eine ausweglose Situation geraten können, weil die Gefahr an einem Ort vorhanden ist? In guten Videospielen mit offener Welt, kann man in ein Gebiet gehen, in welchem man augenblicklich umgebracht wird, weil man gar nicht die Vorbedingungen für Erfolg innehat.

        „Gegebenfalls darfst du dir dann meine Beschwerden anhören.“
        Mit Freude, hoffentlich haben die Beschwerden nicht mit dem Mangel von animierten Anteilen zu-tun.

        „Das grenzt fast schon an Etikettenschwindel.“
        Ob das wohl an der absurden Haltung liegt, ein Buch anhand des Einbandes, anstatt an den Versprechen der Autoren innerhalb des/r ersten Kapitel einzuordnen?

        Wahrnehmung von Psychologie innerhalb von Japan ist kompliziert, es gibt viele Indikatoren die deine Ansicht unterstützen – ich denke da z.B. an ein Tagebuch einer 13-jährigen Schülerin, welche ihrer Vertrauenslehrerin geschrieben hat, dass sie mit dem sozialen Druck und der Belagerung nicht umgehen kann, sich töten will; die Lehrerin gibt ihr Ratschläge, wie sie sich am besten umbringen kann, ohne dabei Umstände für andere zu machen oder ihr Gesicht zu verlieren. Leider fehlt mir allerdings auch die Expertise um eine Grundlagenargumentation zuführen oder weniger voreingenommene Aussagen zu treffen.

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      • „Red Country „Blutklingen“, kommt aus meiner Sicht leider nicht an The Heroes heran, abgesehen von meinen Handlungsrahmen und Genre Vorlieben spielt dabei der letzte Teil des zweiten Aktes die entscheidende Rolle, weil sich die Handlung dabei langzieht. Es ist trotzdem sehr gut.“
        In etwa das habe ich mir auch unter dem Buch so vorgestellt.

        „Bei Ken En Ken: Aoki Kagayaki Folge 10 habe ich mich während der Folterszenen sehr unwohl gefühlt. Ich bin da geteilter Ansicht, so zu fühlen ist ein Wert, nur einer, den ich wohldosiert haben möchte.“
        Ich denke da empfindet jeder anders. Es gibt bestimmte Trigger, bei denen ich sofort abschalte, wogegen ich gegenüber anderem eher großen Respekt empfinde. Ich denke das ist wie bei der Grenze zwischen „disgusting“ und „tasteful“ Fanservice und liegt bei jedem anders und es gibt einfach kein „torture done right“.

        „Was kein Argument gegen die Handhabung von Aufträgen in der Welt der Serie ist.“
        Wer nicht qualifiziert ist wird einfach nicht genommen. Und fertig. Niemand hat was davon Noobs in den Tod zu schicken, außer ein schlechtes Gewissen, und das will man eher vermeiden. Es ist dumm und sinnlos. Wenn dir das kein Handfestes Argument ist, kann ich dir nicht helfen.

        „Mit Freude, hoffentlich haben die Beschwerden nicht mit dem Mangel von animierten Anteilen zu-tun.“
        Habe mir zu einem Zeitpunkt, als der Rest noch nicht vorhanden war, in einem Rutsch sechs Folgen davon angesehen. Ist ganz in Ordnung gewesen, die Beziehungen wirken mal ein bisschen weniger nach Anime und eher wie aus dem echten Leben gegriffen. Hat mich aber auch noch nicht dazu gebracht, mir auch die restlichen 6 Folgen zu geben, jetzt wo alle draußen sind.

        „Ob das wohl an der absurden Haltung liegt, ein Buch anhand des Einbandes, anstatt an den Versprechen der Autoren innerhalb des/r ersten Kapitel einzuordnen?“
        Dazu müsste ich erst mal das erste Kapitel gesehen haben. Von einem kompetenten Verlag erwarte ich aber auch, dass sie nicht einfach irgendwas auf ihr Cover draufklatschen, sondern etwas, das einen bereits auf den Inhalt einstimmt und repräsentiert. Wenn das schon nicht stimmt und man dann von anderen hört, was man in den ersten Kapiteln serviert bekommt und einem das nicht zusagt, verliert man schnell das Interesse daran.

        „Leider fehlt mir allerdings auch die Expertise um eine Grundlagenargumentation zuführen oder weniger voreingenommene Aussagen zu treffen.“
        Dann belassen wir es am besten dabei, irgendjemand sieht und sonst noch womöglich zu und glaubt an unsere Halbwahrheiten hier. Sowas gibt es im Internet ohnehin schon mehr als genug.

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